Festkommers der TSV Hitzacker: Viel Lob von den Ehrengästen
Beim Festkommers anlässlich des 150-jährigen Geburtstages der Turn- und Sportvereinigung (TSV) Hitzacker am Freitag im Hotel Waldfrieden haben die Vereinsverantwortlichen sowie die etlichen weiteren Übungsleiter, Trainer und Funktionäre viel Lob erhalten. Zudem ließ es sich Lüchow-Dannenbergs Kreissportbund- und Turn-Kreisvorsitzender Hans-Jürgen Bosselmann nicht nehmen, die Festrede zu halten.
Dabei brachte er den knapp 100 Ehrengästen und Mitgliedern den Werdegang von Turn-Vater Friedrich Ludwig Jahn näher.
Humorvoll und kurzweilig schilderte Bosselmann, wie der 1778 in Lanz auf der anderen Seite des Elbe-Ufers bei Schnackenburg geborene Jahn auf die Idee des Turnens kam. Als glühender Patriot habe Jahn in der Göhrde-Schlacht 1813 gegen Napoleons Truppen ge-kämpft und bereits zu dieser Zeit auf der Hasenheide in Berlin mit Schülern sich bei Leibesübungen ertüchtigt. »Diese Aktivitäten gelten als die Geburtsstunde des Sports», erklärte Bosselmann. Jahn habe sie als »Turnen» bezeichnet». Aber erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stieg die Zahl der Sportvereinsgründungen rapide an. Mittlerweile sind im Deutschen Olympischen Sport-Bund knapp 91000 Vereine organisiert. Dass die TSV in diesem Jahr das große Jubiläum feiern könne, das liege auch an ih- ren begeisterungsfähigen Vorturnern, lobte Bosselmann die vielen Vereinsfunktionäre. Zuvor hatten drei Ehrengäste aus der Politik bei ihren Gruß-worten am Festabend, der von den Vorführungen der TSV-Judokas und der TSV-Jazz-Dance-Gruppe sowie des Shanty-Chors »Die Jeetzelstaker» stimmungsvoll umrahmt wurde, die Bedeutung der TSV Hitzacker im Speziellen und des Sports im All- gemeinen hervorgehoben. Clau- dius Teske, der erste Kreisrat, überbrachte für die Kreisverwaltung unter anderem ein Dankeschön an die Funktionäre der TSV. »Ich habe großen Respekt vor diesem Verein. Das Vereinsleben steht und fällt mit den Übungsleitern. Sie übernehmen einen wichtigen sozialen, kulturellen und sportlichen Beitrag.»
Dass er seit mehr als 50 Jahren mit dem Verein eng verbunden ist, machte Christian Zühlke, einer der stellvertretenden Bürgermeister der Samtgemeinde Elbtalaue, deutlich. Bei fast 1000 Mitgliedern seien über 20 Prozent der Einwohner Hitzackers im Verein organisiert. »Ein stolzer Wert für einen Sportverein», betonte Zühlke, der den Grund darin in der Vielfalt und Beständigkeit des Spartenangebotes, in der Palette vom Breiten- bis zum Leistungssport, im großen Engagement aller Ehrenamtlichen sowie im harmonischen Zusammenspiel aller Abteilungen sehe. »Die TSV Hitzacker genießt hohes Ansehen in allen Bevölkerungsschichten und ist somit ein prägendes gesellschaftliches Element dieser Stadt. Deshalb stehen Politik und Verwaltung in der Verantwortung, die TSV tatkräftig zu stützen und zu fördern», betonte Zühlke, der in der Elbestadt lebt.
Ähnlich hatte Hitzackers Bürgermeister und TSV-Handballer Holger Mertins die Gäste auf den Abend eingestimmt. »Herzlich willkommen in der Sport-und Reiterregion, der Kultur- und Festivalstadt, dem staatlich anerkannten Kneipp-Kurort an der Elbe und im Unesco-Bio-sphärenreservat Niedersäch- sische Elbtalaue», drückte Mertins die Vielfalt Hitzackers aus. Mittendrin die TSV, die die Lebensqualität fördere und einen überaus wertvollen Beitrag für die Bürgerinnen und Bürger und insbesondere für die Jugend leis-te. Denn der Sport sei heute mehr denn je ein wichtiger Bestandteil des Gemeinschafts- lebens.
Bei der Eröffnung blickte Vor-sitzender René Kern in Reimform kurz auf den Werdegang (EJZ berichtete) des drittgrößten hiesigen Vereins zurück. »Die Geschichte der letzten 150 Jahre hat uns gezeigt, dass die Menschen im Verein Herausforderungen annehmen, so dass sich die TSV niemals in die falsche Richtung neigt», befinde sich der Verein auf dem richtigen Kurs.

   
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