Gelungene Sportschau der TSV Hitzacker zur 150-Jahr-Feier mit vier Sparten

»Jeder fünfte Hitzackeraner ist Mitglied in der TSV», ist René Kern stolz auf die sportlich aktive Elbestadt. Der Vorsitzende weiß aber auch um die Tendenz in puncto Mitgliederzahl: »Sie liegt derzeit bei etwa 1000 und ist leicht fallend.

Und deshalb werben wir um Nachwuchs.» Zum Beispiel mit der Sportschau am Sonnabend, einem Event aus der Veranstaltungsreihe zum 150-Jahr-Jubiläum. In der großen Sporthalle präsentierten sich die Judokas auf der Matte, der Volleyball-Nachwuchs am Netz sowie Turnerinnen und Turner im freien Hallenraum. Zeitweise bis zu 200 Gäste applaudierten der Nonstop-Show, die einen Teil der vielen Aktivitäten dieser vier Sparten zeigte. 

Insgesamt zwölf Sparten umfasst die TSV als drittgrößter Lüchow-Dannenberger Sportverein. Und am Jubiläum beteiligen sich fast alle Sparten in vielen Formen - vier nun mit der Sportschau.

Viel beachtet war am Nachmittag Schwarzgurtträger Henning Riedel, der mit einer Sechsergruppe Selbstverteidigung nach japanischer Tradition vorführte. »Niemand soll verletzt werden», beruhigte er die Eltern auf den Rängen, als die kleinen Judokas mutig über die Matten turnten und sich die Großen mit Urschrei über die Schulter warfen. »Erst nach der Pubertät, wenn die Muskeln ausgewachsen sind, üben wir das Werfen», machte der Übungsleiter deutlich. »Wer sich selbst verteidigen kann, wird selbstbewusster», animierte der 18-jährige Kjell Tilgener zum Mitmachen. Mit 40 Aktiven zählt Judo im Jubiläumsjahr zu den gut besetzten Abteilungen der TSV. »Wir brauchen Nachwuchs», war dagegen von anderen Übungsleitern zu hören. Gud-run Weiss und Silke Bauer, die die Volleyballer trainieren, haben in einem Anfängerkurs noch Platz für Schüler ab der 5. Klasse. Auch Karin Klauke bedauerte, dass nur acht Kleine beim Kinderturnen mitmachen. Sie hatten eine Tanznummer bei flotter Musik vorbereitet. Trainiert werde am Nachmittag - und da seien viele Kinder in der Ganztagsschule, wissen die Übungsleiter - das sei ein Hauptgrund, warum so wenige Kinder in der TSV aktiv sind.

Auch Silke Meyer-Brehm und Barbarina Dallmann wünschten sich Verstärkung für ihre Jazz-dance- und Gymnastikgruppen. Sie traten gemeinsam aufs Sporthallenparkett und ernteten großen Applaus für ihre tänzerischen Vorführungen. Mit dabei waren Aktive der Abteilung für Gesundheitssport, die sich mit gezieltem Training für Wirbelsäule, Muskeln und Herz fit halten. »Wir treten nicht in den Wettkampf, wir bieten jedem die Möglichkeit, sich im Rahmen seiner körperlichen Verfassung sportlich zu betätigen», machte Manfred Wessel als Vorsitzender der Gesundheitssport-Abteilung aufmerksam. Von den gut 100 Beitragszahlern würden 75 Aktive in den fünf Sparten trainieren, die von Jutta Mante, Wilhelm Imming und Ellen Mertins geleitet werden.

»Natürlich freuen wir uns über jeden Beitragszahler, aber mehr noch über Aktive», führte Kern das Thema weiter. Er ahnt, warum Sport im Verein für viele nicht mehr so attraktiv ist: »Erwachsene trainieren allein oder in Fitnessstudios, Kinder sind in den Ganztagsschulen zeitlich eingebunden.» Mit neuen Angeboten wie Qi Gong und mit Kooperationen im Ganztagsschulbetrieb will der Vorstand den TSV wieder mehr ins Gespräch bringen. Auch das weitere Jubiläumsprogramm der TSV mit dem Badminton-Turnier und das »Spiel ohne Grenzen» noch im September oder dem Kreisfrauentag unter dem Motto »Turnen in Hitzacker» und der Fecht-Bezirksmeisterschaft im Oktober sollen dazu beitragen. Und wer im Jubiläumsjahr hinsieht, kann eine rege TSV-Familie sehen, die sich und Gäste in diesem Halbjahr durch ihre Sparten immer wieder mit Aktionen und Festen rund um die 150-Jahr-Feier selbst beschenkt.

   
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