Die Jahreshauptversammlung der Turnabteilung der TSV-Hitzacker war in in diesem Jahr eine besondere Feierstunde. Bei vollem Saal im Sportheim - 45 Teilnehmer waren erschienen, fast mehr als bei der Jahreshauptversammlung des Vereins - wurde der Wechsel in der Führung der Turnabteilung einstimmig beschlossen. Frau Barbarina Dallmann übergab den Vorsitz, den sie seit 1991, also fast 25 Jahren inne hatte, an Frau Karin Recht. Frau Dallmann ist seit 1971 in der TSV-Hitzacker Mitglied und hat vor allem die Frauengruppe und ganz besonders die Kinderturngruppe mit viel Freude, Engagement und Anerkennung geleitet. Mit großer Souveränität und Kompetenz führte sie als Vorstandsvorsitzende die Turnabteilung der TSV und hatte dabei die Herzen der Teilnehmer immer auf ihrer Seite. Wir alle, die mit ihr zu tun hatten, ob als Vorstand des Vereins, als Kursteilnehmer oder Gruppenleiter haben ihre freundliche und großzügige Art sehr geschätzt.
Auf Antrag von Frau Karin Recht, die Frau Dallman schon sehr lange unterstützt hat, sprach ihr die Versammlung die Ehrenmitgliedschaft auf Lebenszeit im Vorstand der Turnabteilung zu. Viele Blumensträuße und gute Wünsche von allen GruppenleiterInnen gingen an Frau Dallman bei der sehr verdienten Ehrung zum Vorstandswechsel. Frau Dallman freute sich sichtlich, und versprach uns und dem Verein noch lange beratend und hilfreich zur Seite zu stehen.

Boßeltour des Turnkreises mit 50 Teilnehmern

In die Veranstaltungsreihe der TSV Hitz-acker zum 150-jährigen Vereinsjubiläum war in diesem Jahr die Boßeltour des Turnkreises eingebettet. 50 Personen aus den Vereinen SV Gartow, SC Lüchow, TSV Hitzacker und erstmals auch von der SV Lemgow/Dangenstorf hatten sich in der Elbestadt versammelt.

Sie konnten aber nicht die traditionelle Strecke am Fuß des Deiches nach Wussegel nutzen, sondern mussten in eine höher gelegene Region ausweichen.

Denn das Hochwasser und seine Folgen haben die seit Jahren als Boßelstrecke dienende alte Elbuferstraße diesmal unbenutzbar gemacht. TSV-Sportwart Heinz Dallmann hatte aber sofort eine passende Alternative beim Sportplatz am Hagener Weg ausgemacht. In acht gemischten Gruppen mit Frauen und Männern sowie einigen Kindern absolvierten die Teilnehmer die etwa 1100 m lange Strecke mit Anstieg und Gefälle.

Als Wertung diente nur die Anzahl der benötigten Würfe. Und dabei hatte das Team III mit 48 Schüben die höchste Zahl. Der ermittelte Durchschnittswert lag bei 42 Würfen, der vom Team IV mit lediglich 38 Versuchen locker unterboten wurde. Sieger mit nur 32 Kugelrollern war das zuletzt gestartete Team VIII mit Eva Penshorn, Irmgard und Rudi Klemz von der SV Gartow sowie Klaus Reichelt (SCL) und Uwe Niemann (TSV).

Nach dem Boßeln stärkten sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen an der von Barbarina Dallmann und den TSV-Frauen gut bestückten Kuchentafel. Turnkreischef Hans-Jürgen Bosselmann nutzte die Gelegenheit und erinnerte mit würdigenden Worten an die verstorbene Sigrid Steinert aus Hitzacker, die im Jahr 1999 als damalige Turnwartin der Älteren die Boßeltour ins Leben gerufen hatte. Zum Abschluss hatte Regine Volkmann noch einen bunten Reigen von Volksliedern zusammen- gestellt, der aus tiefem Herzen von allen gerne gesungen wurde. Im nächsten Jahr soll die dann 16. Boßeltour auf neuer Strecke im Raum Gartow veranstaltet werden.

1.) So fing alles an: Mit einem Rundschreiben vom 12. Oktober 1955 

 
R U N D S C H R E I B E N. 
 
Der Turn- und Sportverein von Hitzacker von 1863 beabsichtigt eine Turn- und Gymnastikgruppe für verheiratete Damen einzuführen. Es soll vor allem den Damen Gelegenheit geben werden, durch Gymnastik Gesundheit und erhöhte Lebensfreude zu gewinnen. Neben der Gymnastik soll sich die Damenabteilung am Federballspiel erfreuen. Falls Sie, meine verehrte Dame, an dieser Sportart interessiert sind, bitte ich um Eintragung, damit der Sportbetrieb beginnen kann.Erster Sportabend wäre dann am: 12.10.1955 
Turn-u. Sportvereinigung (MTV)
v. 1863Hitzacker/E.
 
2.) Doch wie fing nun alles an?
Die Frauen setzten alles dran,
dass endlich fing das Turnen an.
Und Wilma war gleich unser Mann.
 
3.) Von der ersten Stunde an war unser heutiges Ehrenmitglied Wilma Steinert als Übungsleiterin über 40 Jahre bis 1996 tätig. Von 1971 – 1991 leitete Wilma Steinert die TSV-Turnabteilung und übergab die Leitung der Turnabteilung an Babarina Dallmann.
 
4.) (18.12.1995)

Etwa acht Meter hoch, sturmfest und erdverwachsen ist die junge Eiche auf dem Hitzackeraner Sportplatz Hagener Weg. „Sie ist ein Geschenk, das wir 1987 beim Turnfest in Berlin erhalten haben“, erinnerte sich Wilma Steinert, die damals als Übungsleiterin 19 Hitzackeraner Turnerinnen angeführt hatte. "

Das 20-Jahr-Jubiläum war Anlass für Babarina Dallmann, heute Leiterin der TSV-Turnabteilung, die Seniorinnen zu einer kleinen Feier an der Eiche zu versammeln und Rückschau zu halten auf das große Turnfest in der damals noch geteilten Stadt.

Großartig sei es gewesen, mit tausenden Turnerinnen und Turnern einzuziehen, schwärmten die Frauen. „Wir hatten beim Drei- und Vierkampf mitgemacht und Urkunden erhalten“, frischte Wilma Steinert, 91 Jahre alt, die Erinnerungen auf, nahm ihren Stock und animierte zu einer gemeinsamen Gymnastikübung. „Man bleibt gelenkig“, freut sich die Seniorin und nutzte als Vorbild die Gelegenheit, auf das Angebot des TSV hinzuweisen. Turnen für jede Altersstufe stehe im Programm ebenso wie Jazzdance-Gymnastik. Besonders beliebt sei das Turnen für Mutter und Kind, auch „Pampersliga“ genannt, ergänzte Babarina Dallmann. Wer sich für das Angebot interessiert, findet Termine und Ansprechpartner im TSV-Aushängekasten in der Drawehnertorstraße.

   
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