Gelungenes Radsportevent »8-Stunden-Ritt» der TSV Hitzacker - Teams aus Dresden dominierten

Gibt es das im nächsten Jahr wieder? Diese Frage hörten die Organisatoren des 8-Stunden-Ritts am Sonntag von Teilnehmern schon wäh-rend und besonders nach dem Radrennen oft. Denn die Premiere dieses ungewöhnlichen Wettkampfs für Dreier-Staffeln, die auf einem 17,7 km langen Rundkurs von 10 bis 18 Uhr radelten und sich dabei abwechselten, kam an.

»Das hat Spaß gemacht», meinte auch Rainer Burmester vom Organisations-team der Radsportsparte. Die hatte sich zum 150-jährigen Jubiläum der TSV diesen Wettkampf ausgedacht, gut ausgerichtet und sich damit zum runden Vereinsgeburtstag mit einer laut Burmester »runden Sache» selbst prächtig beschenkt. Ob es aber das Rennen noch einmal gibt, ist nicht sicher. Die TSV will erst einmal eine Helferbesprechung veranstalten und dann entscheiden. »Wenn es nach mir geht, ja. Und es gibt auch viele weitere positive Reaktionen. Aber die Belastung für viele ehrenamtliche Helfer war grenzwertig», hatte Burmester vor, während und nach dem Rennen mit vielen Unterstützern reichlich zu tun. Für die teilweise fast schon professionelle Organisation gab es aber von vielen Seiten reichlich Lob.

Die Premiere wird Teilnehmern und den vielen Zuschauern, die während des gesamten Tages das Rennen in und um Hitzacker verfolgten, auch daher in guter Erinnerung bleiben. 56 Staffeln mit 165 Fahrerinnen und Fahrern aus mehreren Bundesländern hatten mitgemacht, darunter nach kurz- fristigen Ausfällen drei Teams mit jeweils nur zwei Fahrern. Was auffiel: Neben vielen ambitionierten Fahrern waren etliche Breitensportler dabei, für nicht wenige war es sogar das erste Radrennen - Ergebnisse waren manchmal Nebensache. Und auch die Ausrüstung variierte - von der mehrere tausend Euro teuren Rennmaschine über alte Rennräder mit Schaltung am Rahmen bis zum alten Herrenrad mit Nabenschaltung.

Entsprechend war die Leis-tungsbreite. Während das Siegerteam Biketech aus Dresden 16 ganze Runden und somit über 283 km schaffte und auch einmal nur 26:56 Min. für die 17,7 km benötigte, fuhren andere auch schon mal über eine Stunde für eine Runde. Das gemächlichste Team absolvierte auch nur sieben Runden oder knapp 54 km. Das alles war aber so gewollt, denn die TSV wollte ein Event mit Volkssportcharakter mit Leistungsspitzen - das klappte. So waren politische Organisationen, Vereine, Familien oder auch Freundeskreise wie das Team HSV-Fans dabei ne-ben den durchtrainierten Teams wie Fahrradhaus Bevensen oder den IGAS-Radsportlern. »Das war ein harmonisches Miteinander und hatte einen besonderen Charme», meinte Burmester. Dass es so rund lief, lag auch am vielen Herzblut, das die TSV mit den über 30 Helfern in die Veranstaltung investiert hatte. Auf dem für das Rennen gesperrten Parkplatz Bleichwiese hatte die TSV eine kleine Zeltstadt mit Bühne aufgebaut. Die Wechselzone, in der die Fahrer sich abwechselten oder durchfuhren, war für Zuschauer gut einsehbar. Und wer gerade nicht Rad fuhr, konnte mit Zuschauern oder Konkurrenten fachsimpeln oder sich am Rahmenprogramm erfreuen. Sportlich drückten die zwei Teams Biketech dem Rennen ihren Stempel auf. Das Männer-und Mixedteam aus Dresden fuhren gemeinsam und taktisch klug, bewältigten jeweils 16 Runden und verpassten die 17. nur knapp. Denn nach acht Stunden wurden nur komplette Runden gewertet - bei Rundengleichstand wurde die bei der jeweils letzten Runde absolvierte Zeit noch mitgewertet.

Beste Lüchow-Dannenberger Staffel war die IGAS I mit Markus Supplie, Alexander Mosel und Yannic Gerstung mit 15 absolvierten und einer knapp nicht mehr ganz geschafften Runde. Das Team Tarmitz mit Mario, Niklas und Mirko Schmitter auf Platz zehn der Männerwertung mit 14 Runden lag knapp vor Florian Schier und Dirk Lechner, die nur zu zweit radelten, und dem IGAS-Team Flachländer. Das Duo hatten sich nicht nach jeder Runde, sondern stets nach zwei Runden abgewechselt. Ohnehin gab es einige Taktiken - mal fuhr der stärkste Fahrer eines Teams zwei Runden und die anderen je eine, manchmal fuhren alle je zwei Runden. Die Mehrzahl bevorzugte den Wechsel nach je einer Runde - Spaß hatten dabei alle. In der Seniorenwertung für Männer ab 50 Jahren war das Team »Herbsthärte+Igast» mit Burmester, Frank Bodendieck und Peter Kuberka mit 14 Runden der Sieger. Die IGAS 183 mit Detlef Schüler, Wolf Stahlknecht und Hermann Walther auf Platz drei schaffte ebenso viele Runden. Und im Mixed-Wettbewerb knackten auch die Flying Eagles Wendland mit Bea-Eileen, Sven und Rolf Ebeling als Zweiter die 14-Runden-Marke. Zudem gewann dieses Team die Familienwertung vor den Schmitters. Zwölf Runden absolvierte das einzige Juniorenteam »Turbo Trampler» aus Hitz-acker mit Lara von Knobelsdorf, Lucas Theobald, Karl Krüger.

   
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